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7 Dinge, die einen glücklich machen.


1. Komplett neu beginnen.

Das man sich im Leben immer wieder neu erfinden kann, ist eine relativ ausgelutschte Vorstellung. Aber wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann finde ich sie durchaus erwähnenswert. Sollte einen sein Alltag, der Berufsweg und das Umfeld in ein dunkles Loch treiben, so sollte man vielleicht frühzeitig einen neuen Weg einschlagen. Nennt man das dann 'Davonlaufen?' - Ich glaube nicht. Es ist ein großer Schritt, neue Wege einzuschlagen. Man sollte sich nur bewusst sein, dass jeder Weg mit der ein oder anderen Stolperfalle wartet, aber die gehören zum Leben.

Für mich persönlich kommt das aktuell nicht in Frage. Ich liebe mein Umfeld, mein Studium, meinen Weg ins Kreative. Es läuft natürlich trotzdem nichts wie geschmiert, aber das ist total in Ordnung. Der Gedanke ist trotzdem sehr spannend. In der Zukunft kommt ein Neuanfang bestimmt in Frage, sei es erst in 40 Jahren.



2. Erfinde Dich neu.

Bevor man sich für einen kompletten Neuanfang entscheidet, sollte man über kleinere Schritte nachdenken. Auch kleine Veränderungen können jemanden persönlich voranbringen. Eine neue Dekoration, ein neues Outfit, ein neuer Haarschnitt. Ich habe das Gefühl, dass wir uns so schnell und stetig weiterentwickeln, dass das Äußere schnell nicht mehr passt.

Oft habe ich einen Drang nach optischer Veränderung, aber das sind meist nur kleine Dinge. Manchmal muss man sich herausputzen, damit man sich selbst wieder wertschätzen lernt. Vor zu großen Veränderungen habe ich noch etwas Angst, obwohl sie mir seit Jahren im Kopf herumschwirren. Ich glaube aber grundsätzlich, dass man diesen Schritt unbedingt gehen sollte.



3. Triff Dich mit deinen besten Freunden.

Manchmal ist man im Alltag gefangen. Umgeben von den selben Leuten und oberflächlichen Gesprächen. Zu lange in dieser Welt, wirkt es sich auf den eigenen Charakter aus. Ich glaube, dass man als Individuum tiefsinnige Gespräche mit Vertrauten benötigt. Langfristig in einer oberflächlichen Welt mit unpersönlichen Themen zu leben - da kann man sich nur selbst verlieren.

Es tut gut, wenn man sich mit Freunden unterhält. Mir ist dieser persönliche Kontakt sehr wichtig. Wenn ich niemanden hätte, dem ich meine Gedanken und Probleme anvertrauen könnte, dann wäre ich langfristig gesehen immer unglücklicher. Oberflächliche Themen langweilen mich auf Dauer. Spaßige, dramatische und  generell emotionale Themen sind für mich eine wahre Bereicherung.



4. Auf der Suche nach schönen Momenten.

Es gibt Momente im Leben, an die man sich für immer zurückerinnert. Diese Momente geschehen selten zu Hause, selten am Handy oder im Club. Es sind die sogenannten Filmmomente, die ich schon immer aufsuche. Natürlich kann man sie nicht erzwingen, aber man kann die Wahrscheinlichkeit durchaus erhöhen. Ein Picknick unter dem Sternenhimmel mit Freunden hat mehr Potential als gemeinsam einen Döner zu essen. Klar schmeckt Döner super lecker, aber manchmal müssen neue, besondere Momente her. Zu viele Tage haben im Endeffekt keine wirkliche Bedeutung, weil wir ihnen keine Bedeutung geben. Dabei hat jeder Tag gleichviel Potential, für immer in unseren Köpfen zu bleiben, aber wie stellen wir das bestmöglich an? Vor allem im geregelten Alltag ist das so gut wie unmöglich und nur zusätzlicher Stress, weshalb man sich vielleicht erstmal die Wochenenden als Ziel setzen sollte.

Die Tage, an die ich mich nicht zurückerinnere, sind meiner Meinung nach teilweise verschwendet. Klar, manchmal arbeitet man einfach oder man entspannt und macht absolut gar nichts. Das Problem ist, dass man oft mit genau dieser Einstellung in den Tag geht: Es ist ein normaler Tag. Irgendwie schade, wenn man bedenkt, dass es für jeden Menschen nur eine begrenzte Anzahl an Tagen gibt.



5. Backen, gute Musik, Kreativität.

Eine Auszeit vom Alltag und vom Medienwahnsinn tut jedem gut. Die Kreativität kann uns allen ein Rückzugsort sein und ist eine wichtige Art der Eigentherapie. Ich glaube nicht an Unkreativität, jeder kann seine Emotionen in irgendeiner Weise nach Außen bringen. Ob mit einer Zeichnung, einem Kuchen, einem Tanz oder einem Tagebucheintrag. Es ist wichtig, Emotionen in einer Tätigkeit freizulassen.

Ich empfinde meine Kreativität als wirksamste Art der Beruhigung. Es gibt keine Regeln, keine Vorgaben, kein Schönheitsideal. Man muss keinen Baum naturgetreu abzeichnen können, wenn einem nicht danach ist. Ob man nun ein Blatt komplett schwarz anmalt oder ein schönes Gemälde zeichnet und dieses dann zerstört - es gibt keine Regeln. Man sollte tun, wonach einem ist, gerade in der Kunst. Mir hilft dieses Vorgehen sehr.




6. Finde Deine Ruhe.

Ich denke zu viel, dafür hasse ich mich manchmal. Meine Gedanken machen mich nervös, das schlägt mir sehr schnell auf den Magen. Dann kann ich nicht gut schlafen und die Laune ist allgemein im Keller. Ich mache mir selbst viel Stress, was sehr hindernd sein kann. Meist rede ich mir Aufgaben wichtiger und schlimmer, als sie eigentlich sind - total nervig! An diesem Punkt muss ich wirklich arbeiten, da ich dafür selbst noch keine wirkliche Lösung habe. Es hilft auf jeden Fall ein Spaziergang an neue Orte. Mal weg vom gewohnten Umfeld, welches aufgepumpt mit nervösen und aufgeregten Emotionen ist.

Vor solchen Momenten der Aufregung versuche ich mich selbst zu beruhigen. ''Es wird in einer Woche schon wieder in der Vergangenheit liegen'' oder ''Die Zeit läuft immer weiter, du wirst dich nicht durchgehend unwohl fühlen''. Theoretisch kann ich mich beruhigen, aber praktisch kommt es bisher nicht immer an.



7. Nicht kritisieren, akzeptieren.

Die Welt ist oberflächlich. Viele nehmen sich das Recht, eine andere Person auf oberflächlichste Art und Weise zu kritisieren, obwohl sie die Person nicht wirklich nicht kennen. Jeder Mensch hat eine Geschichte und es gibt immer einen Grund, warum man so ist, wie man ist. Mir geht es hauptsächlich darum, dass man sich selbst nicht kritisiert, nur weil anderen etwas nicht passt. Niemals sollte man versuchen, jedem gerecht zu werden. Das Leben ist eine Entwicklung: man selbst verändert sich, es ist okay, wenn man an sich arbeitet. Trotzdem sollte man sich fragen, ob die Kritik von Person XY angebracht ist, hat diese Person überhaupt das Recht dazu, eine Kritik zu äußern?

Ich bin immer relativ ruhig, wenn man mich neu kennenlernt. Es dauert mehrere Treffen, bis ich auftaue und offen reden kann. Lange Zeit habe ich mir deswegen Vorwürfe gemacht, zu unrecht. Es ist okay, wenn man sich nicht gleich offenbart, wenn man keine laute Person ist. Es gibt Gründe, warum man so ist, wie man ist. Bei mir sind es schlechte Erfahrungen mit Fremden, schmerzhafte Urteile von irgendwelchen Leuten auszuhalten, die nichts über mich wissen. Klar liegen diese Dinge in der Vergangenheit, aber man wird vorsichtig und will sich selbst schützen. Wenn man nie so sein durfte, wie man sich fühlt, weil man immer negativ dargestellt wurde, dann hat das natürlich Auswirkungen auf den Charakter und die Persönlichkeit. Ich werde nie 100% offen mit Fremden reden können und das muss ich akzeptieren. 






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